Allergische Reaktion: Wenn der Körper überreagiert

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Allergische Reaktion: Wenn der Körper überreagiert

So schön der Frühling auch ist – für Allergiker gestaltet sich das Aufblühen der Natur oft eher als Fluch statt als Segen. Denn sobald die ersten Pollen durch die Luft fliegen, beginnt überall bei Jung und Alt die Nase zu laufen, die Augen zu tränen und der Hals zu kratzen. Doch was genau passiert eigentlich bei einer Allergie und warum reagiert der Körper überhaupt auf Pollen, Tierhaare und Co.?

Was ist eine allergische Reaktion?

Eine allergische Reaktion ist kurz gesagt eine Überreaktion des Immunsystems auf einen eigentlich völlig harmlosen Stoff. Die häufigsten Allergieauslöser sind Pollen, Tierhaare und Hausstaubmilben – eigentlich nichts, wovor man Angst haben müsste. Kommt es jedoch zu einer Fehlreaktion des Immunsystems, lösen genau diese Substanzen Atemwegs- oder Verdauungsbeschwerden aus.

Wenn die Allergene, beispielsweise Pollen, über die Schleimhäute in den Körper gelangen, ist für das Immunsystem Alarm angesagt. Denn bei Allergikern hält die Körperabwehr die eigentlich harmlosen Stoffe für höchst gefährlich. Dafür ist ein Eiweiß verantwortlich, das aus der unschuldigen Polle einen erklärten Feind der Körperabwehr macht. Die Folge: Der Körper setzt vermehrt den Botenstoff Histamin frei, der die Allergie-Symptome auslöst.

Was sind die Ursachen einer allergischen Reaktion?

Allergien sind in den letzten Jahrzehnten auf dem Vormarsch und betreffen immer mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Doch warum kommt es zunehmend zu diesen Überreaktionen des Immunsystems?

  • Umwelteinflüsse begünstigen, dass die Körperabwehr irritiert wird. Zum Beispiel sorgt die Kombination aus Feinstaub und Pollen in Städten dafür, dass die Menschen dort zunehmend unter Allergien leiden.
  • Übermäßige Hygiene trägt ebenfalls dazu bei, dass gerade bei Kindern das Immunsystem nicht mehr ausreichend durch Krankheitserreger gefordert wird. Deshalb reagiert es schneller auf harmlose Eindringlinge und stuft sie als schädlich ein.
  • Allergieneigung ist vererbbar. Deshalb geben junge Erwachsene, die selbst bereits mit einer Allergie großgeworden sind, die Veranlagung an die Kinder weiter. Sind sogar beide Elternteile Allergiker, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind eine Allergie entwickelt.

Wie äußert sich eine allergische Reaktion?

Für die Bekämpfung des Allergens setzt der Körper das Gewebshormon Histamin frei. Dadurch kommt es zu den typischen allergischen Reaktionen, die Allergiker nur zu gut kennen. Je nach Art der Allergie sind die Augen, die Nase, die Haut oder die Verdauungsorgane betroffen:

  • laufende oder verstopfte Nase
  • ständiger Niesreiz
  • juckende Nase
  • juckende Augen
  • Brennen und Rötung der Augen
  • verstärkter Tränenfluss
  • die Augen schwellen an
  • Kratzen im Hals
  • Halsschmerzen
  • Hustenreiz
  • Atemnot
  • juckende Hautstellen
  • Hautausschlag
  • Verdauungsbeschwerden mit Übelkeit und Durchfall

Wie gefährlich ist eine allergische Reaktion?

Sofern sich die allergische Reaktion auf Heuschnupfen-Symptome der oberen Atemwege beschränkt, ist sie in der Regel nicht gefährlich. Je nach Allergen verschwinden die Beschwerden meist mit dem Ende des Pollenflugs oder nach Vermeidung des Allergens nach wenigen Wochen wieder. Allerdings kann es bei einer starken oder länger anhaltenden Allergie zu einem sogenannten Etagenwechsel kommen. Dann greifen die Beschwerden von den oberen Atemwegen auf die unteren Atemwege über in die Bronchien. Die Folge kann allergisches Asthma sein, das sich durch Atemnot äußert und dringend ärztlich behandelt werden muss. Ebenfalls problematisch kann eine Kreuzallergie werden, wenn beispielsweise ein Pollenallergiker auch auf Lebensmittel wie Nüsse oder bestimmte Obstsorten übermäßig reagiert. Dann kann in seltenen Fällen ein anaphylaktischer Schock auftreten, der mitunter lebensbedrohlich werden kann.

Was kann ich gegen eine allergische Reaktion tun?

Es gibt zwei Methoden, mit denen Sie der allergischen Reaktion einen Strich durch die Rechnung machen können - vorbereiten und akut behandeln:

  • Vorbereitung: Im Idealfall sind Sie bereits vorab für eine allergische Reaktion gerüstet, indem Sie das Allergen meiden oder das Immunsystem darauf vorbereiten. Gegen Heuschnupfen gibt es spezielle Mittel, die verhindern, dass die Symptome überhaupt auftreten. Pollicrom® Augentropfen (zum Pflichttext) und Pollicrom® Nasenspray (zum Pflichttext) setzen durch den Wirkstoff Cromoglicinsäure genau dort an. Wichtig für den Erfolg: Die Heuschnupfenmittel müssen bereits ein bis zwei Wochen vor Beginn der Pollensaison angewendet werden.
    Eine langfristige Besserung verspricht eine Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung oder Immuntherapie genannt. Sie wird unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt und kann sich über Jahre ziehen. Ziel ist es, das Immunsystem langsam an das Allergen zu gewöhnen, bis es kaum noch allergisch darauf reagiert.
  • akute Behandlung: Tritt die allergische Reaktion unerwartet auf, hilft nur noch die Behandlung der Symptome. Mit Pollival® Nasenspray (zum Pflichttext) und Pollival® Augentropfen (zum Pflichttext) bekommen Sie eine laufende oder verstopfte Nase und juckende Augen in den Griff. Ist die Allergie stark ausgeprägt, kommen Tabletten zur Behandlung in Frage. Antihistaminika blockieren die Wirkung von Histamin und lassen die Beschwerden innerhalb weniger Minuten abklingen.

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