Erkältung vs. Hausstaub

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Erkältung vs. Hausstaub – Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Umgang

„Eigentlich ist der Sommer doch zu Ende“, denkt sich Beate. Und mit dem Sommer sollte auch der Heuschnupfen abgeklungen sein, der ihr in diesem Jahr besonders stark zugesetzt hat. Doch irgendwie findet das Geschniefe, Geschnupfe und Gejucke auch jetzt, in der vermeintlich kühleren Jahreszeit, kein Ende. Da die Pollen nun nicht mehr als Übeltäter infrage kommen, muss die Ursache folgerichtig woanders liegen. Nach kurzem Nachdenken kommt sie zu dem Schluss, dass es sich eigentlich nur um eine beginnende Erkältung oder um ihre Allergie gegen Hausstaubmilben handeln kann.

Die Gemeinsamkeiten von Erkältung und Allergie

Doch wie kann man unterscheiden, worauf sich die Symptome zurückführen lassen? Denn von der Erscheinungsform her ähneln sich beide auf den ersten Blick doch sehr:

  • Niesreiz, geschwollene Nasenschleimhäute und eine verstopfte Nase
  • Druckschmerz im Kopf
  • Gerötete oder brennende Augen
  • Halskratzen

Auch der Herbst, als Übergangszeit, lässt keine nähere Bestimmung zu. Zwar ist das Immunsystem des Menschen v.a. im Frühling und Herbst besonders anfällig für Erkältungen, doch löst gerade der Beginn der Heizperiode auch beim Hausstaubmilbenallergiker meist einen starken Beschwerdeschub aus. Die Allergene sind zwar das ganze Jahr über vorhanden, verteilen sich aber mit der aufgeheizten Luft noch besser in den Räumen.

Die Unterschiede der beiden

Geht man jedoch in die Tiefe, lassen sich einige Unterschiede ausmachen, die die Erkältung recht eindeutig von der Hausstaubmilbenallergie trennen.

Erkältung:

  • Dauert in der Regel bis zu zehn Tage an.
  • Ganzjährig, bes. anfällig in Frühling und Herbst.
  • Kündigt sich mit einzelnen Symptomen, wie Druckschmerz oder kratzendem Hals an.
  • Erkältete fühlen sich morgens am fittesten. Der Zustand verschlechtert sich meist im Laufe des Tages.
  • Das Nasensekret ist eher von grünlicher oder gelblicher Farbe.
  • Zusätzliche Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen, Schüttelfrost.
  • Keine familiäre Disposition.

Hausstaubmilbenallergie:

  • Langanhaltend.
  • Ganzjährig auftretend, v.a. in der Heizperiode.
  • Plötzlicher Eintritt des Schnupfens und der Niesattacken.
  • Symptome sind beim Aufstehen am stärksten, da die Allergenbelastung in der Nacht am heftigsten ist.
  • Das Nasensekret ist klar und von wässriger Konsistenz.
  • Symptome wie Juckreiz an Augen und Nase oder ein kratzender Hals. Starke Niesattacken, oft mehrmals hintereinander
  • Familiäre Auffälligkeiten. Enge Verwandte mit Allergien

 

Beate ist sich nun sicher: Ihre Beschwerden lassen sich auf ihre Allergie zurückführen. Sofort möchte sie geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen, um das ständige Jucken in Augen und Nase zu beenden.

Der Umgang mit einer Hausstaubmilbenallergie

Eine Hausstaubmilbenallergie lässt sich unter Zuhilfenahme verschiedener Maßnahmen behandeln. Kurz- und mittelfristig können anti-allergisch wirkende Produkte wie Nasenspray (z.B. Pollicrom® Nasenspray (Pflichttext)), Augentropfen (z.B. Pollival® Augentropfen (Pflichttext)) oder Tabletten dabei helfen, die Ausschüttung des allergieauslösenden Botenstoffs Histamin zu unterdrücken und auf diese Weise die Symptome abzuschwächen.

Langfristig erweist sich die Maßnahme, die Milbenanzahl zu reduzieren als wirkungsvollstes Mittel gegen eine Hausstaubmilbenallergie. Dazu sollte die Raumtemperatur nicht mehr als 20 °C betragen und die relative Luftfeuchtigkeit nach Möglichkeit auf ca. 50 % reduziert werden. Hausstaubmilben mögen die vergleichsweise kühle Temperatur nicht und sterben ab statt sich zu vermehren. Lassen Sie die Räume allerdings nicht zu trocken werden, da sonst Schleimhautreizungen auftreten können.

Außerdem sollten Sie dem Staub so wenig Fläche bieten, wie möglich. Deshalb sind Schränke besser geeignet als offene Regalflächen, da die Schranktüren die übermäßige Ablagerung der Staubpartikel verhindern.

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