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Tierhaarallergie

Nach unten scrollen © Africa Studio – stock.adobe.com

Katze, Hund & Co. als Auslöser einer Tierhaarallergie

Ob Katzenbabys, Hundewelpen oder Meerschweinchen – beim Anblick dieser süßen Tierchen geht vielen Menschen das Herz auf! Doch neben all den emotionalen Reaktionen, ruft der Kontakt mit den possierlichen Zeitgenossen bei vielen Menschen allergische Reaktionen hervor. Denn nach dem Heuschnupfen und der Hausstaubmilbenallergie rangiert die Allergie gegen Tierhaare beständig auf Platz 3 der häufigsten Allergiearten in Deutschland.

Tiere als Träger von Allergenen

Obwohl allgemein von einer Allergie gegen Tierhaare gesprochen wird, sind die eigentlichen Auslöser nicht die Haare selbst, sondern eiweißhaltige Bestandteile von Speichel, Schweiß, Talg oder Urin der Tiere, die sich im Fell ablagern und mit den Haaren über die Atemluft und den normalen Hausstaub verbreitet werden. Viele Allergiker reagieren beim Kontakt mit Katzen, Hunden oder Pferden gleich, was auf eine starke strukturelle Ähnlichkeit bestimmter Allergene zurückzuführen ist.

Die Katze – Allergenträger Nummer 1

Neben ihrem Status als Lieblingshaustier der Deutschen, besitzt die Katze auch das größte allergieauslösende Potenzial unter den Haustieren. Ihre Allergene befinden sich in der Tränenflüssigkeit, den Talgdrüsen, und in der Haut sowie in geringerem Anteil im Speichel.

Dabei macht es keinen Unterschied, welcher Rasse die Katze angehört: Ihre Allergene sind sehr aggressiv und verbreiten sich aufgrund ihres vergleichsweise geringen Gewichts extrem gut. Da sie sich besonders lange in der Atemluft halten, können Allergiker deshalb auch ohne Kontakt mit einer Katze unter Allergiesymptomen leiden. Dazu genügt es, dass sich Katzenhaare an der Kleidung ihrer Besitzer festsetzen und auf diese Weise in Räume gelangen, in denen die Katze selbst nachweislich niemals gewesen ist, wie z. B. öffentliche Verkehrsmittel wie Busse oder Bahnen. Falls Sie also von einer heftigen Niesattacke geplagt werden, ohne dass sich auch nur ein Tier in Ihrer Nähe befindet, kann es durchaus an einer Katzenhaarallergie liegen.

Der Hund, der beste Freund des Menschen – auch der des Allergikers?

Auch Hunde können bei Allergikern starke Reaktionen hervorrufen. Allerdings kann man an dieser Stelle bereits eine Entwarnung geben: Hundeallergene besitzen kein solch heftiges allergieauslösendes Potenzial wie jene von Katzen. Ihre Allergene sind generell schwerer als Katzenallergene und verteilen sich deshalb nicht so gut.

 

Außerdem herrschen sowohl zwischen einzelnen Hunderassen als auch zwischen einzelnen Tieren starke Unterschiede. Während mancher einen großen Bogen um den einen Hund machen muss, reagiert ein anderer kaum bis gar nicht auf den Kontakt mit demselben Tier.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass alle Hunde zwar im Besitz eines Hauptallergens sind, dessen Vorhandensein allerdings mengenmäßig stark zwischen den einzelnen Rassen bzw. Tieren schwankt. Es befindet sich im Speichel, in den Talgdrüsen, den Hautschuppen und im Urin.

Kurzer Kontakt, schnelle Reaktion

Ähnlich wie bei anderen Allergien treten die allergischen Symptome kurz nach dem Kontakt mit dem jeweiligen Tier oder seinen Haaren auf (Soforttyp-Allergie). Sie zeigen sich vor allem in der Nase, den Bronchien und den Augen:

  • Augen: Gerötet, jucken oder tränen (allergische Bindehautentzündung)
  • Nase: Jucken, Fließschnupfen (mit klaren Sekret), Niesreiz, geschwollene Nasenschleimhäute
  • Atemwege: Husten, Atemnot bis hin zu allergisch bedingten Asthmaanfällen (asthma bronchiale)
  • Haut: Allergisch bedingte Nesselsucht (Urtikaria) bei direktem Tierkontakt bis hin zu Hautekzemen

Um festzustellen, ob Sie unter einer Tierhaarallergie leiden, stehen Allergologen und Hausärzten verschiedene Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung. Je nach Ausgeprägtheit der Symptome findet in der Regel zunächst ein Hauttest statt, bei dem Allergene verschiedener Tierarten auf die Haut aufgetragen werden, um eine mögliche Reaktion nachzuweisen. Andere Diagnosemöglichkeiten bieten ein Bluttest durch den Nachweis von Antikörpern oder ein Provokationstest, bei dem die Allergene direkt auf die Schleimhaut aufgebracht werden.

Möglichkeiten, mit einer Tierhaarallergie umzugehen

Gegen akute Symptome eignen sich zum Beispiel antihistaminhaltige Präparate wie z. B. Pollival® Augentropfen (Pflichttext) zur lokalen Anwendung. Außerdem sollten Sie versuchen, die entsprechenden Allergene zu meiden.

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